Was ist ein diabetischer Fuß?
Der diabetische Fuß ist eine der häufigsten und ernsthaftesten Komplikationen bei Diabetes. Schon kleine Druckstellen, Blasen oder Risse können sich zu tiefen, chronischen Wunden entwickeln. Die gute Nachricht: Mit konsequenter Versorgung und regelmäßiger Kontrolle lassen sich schwere Verläufe in vielen Fällen verhindern.
Warum heilen Wunden bei Diabetes schlechter?
Nervenschäden (diabetische Neuropathie)
Erhöhte Blutzuckerwerte schädigen über Jahre die Nerven. Das Schmerzempfinden am Fuß lässt nach – Verletzungen, Druckstellen durch Schuhe oder kleine Fremdkörper bleiben unbemerkt. Die Wunde wird weiter belastet, statt geschont.
Durchblutungsstörungen (Angiopathie)
Diabetes schädigt auch die Blutgefäße. Das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt – genau das, was eine Wunde zum Heilen braucht.
Geschwächte Infektabwehr
Erhöhte Blutzuckerwerte begünstigen Infektionen. Aus einer kleinen Wunde kann sich schneller eine tiefe Entzündung entwickeln, die Sehnen und Knochen erreicht.
Diese drei Faktoren zusammen erklären, warum beim diabetischen Fuß keine Zeit verloren werden darf – und warum die Versorgung in erfahrene Hände gehört.
Warnzeichen: Darauf sollten Sie achten
- Wunden, Blasen oder Risse am Fuß, die nicht innerhalb weniger Tage heilen
- Druckstellen oder starke Hornhautbildung, besonders an der Fußsohle
- Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen in den Füßen
- Rötungen, Schwellungen oder Überwärmung – auch ohne Schmerzen
- Verfärbungen der Haut oder der Zehen
So wird ein diabetischer Fuß versorgt
1. Blutzucker einstellen und Ursachen behandeln
Die Basis jeder Behandlung: eine gute Diabetes-Einstellung durch Ihren Hausarzt oder Diabetologen. Bei Durchblutungsstörungen prüft der Arzt zusätzlich die Gefäße.
2. Druckentlastung
Eine Wunde, die ständig belastet wird, kann nicht heilen. Entlastungsschuhe, Einlagen oder orthopädische Hilfsmittel nehmen den Druck von der Wunde – ein zentraler Baustein, den wir gemeinsam mit Ihrem Arzt koordinieren.
3. Fachgerechte Wundversorgung
Unsere Wundexperten reinigen die Wunde, entfernen abgestorbenes Gewebe fachgerecht und wählen die passende Wundauflage für die jeweilige Heilungsphase. Bei Infektionszeichen informieren wir umgehend Ihren Arzt.
4. Regelmäßige Kontrolle und Dokumentation
Beim diabetischen Fuß entscheidet Regelmäßigkeit. Wir versorgen die Wunde in festen Abständen, dokumentieren den Verlauf mit Fotos und Wundmaßen und halten Ihren Arzt auf dem Laufenden.
Warten Sie nicht ab. Unsere Wundexperten beraten Sie kostenlos.
Jetzt Beratung anfragenSo funktioniert die Versorgung mit Wundex
- Anfrage stellen
Über unser Formular oder telefonisch. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden (werktags) bei Ihnen.
- Verordnung klären
Wir stimmen uns mit Ihrem Hausarzt oder Diabetologen ab.
- Erstbesuch bei Ihnen zu Hause
Wundanamnese, Fotodokumentation, Versorgungsplan.
- Regelmäßige Versorgung
Fachgerechte Verbandswechsel in festen Intervallen, enge Abstimmung mit allen Behandlern.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Mit einer ärztlichen Verordnung für die häusliche Krankenpflege rechnen wir die Wundversorgung direkt mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ab. Wundex ist ein zugelassener Leistungserbringer – für Sie entstehen keine Kosten (ggf. gesetzliche Zuzahlungen). Wir übernehmen die Abstimmung – Sie kümmern sich um nichts.