Was ist ein Ulcus Cruris?
Das Ulcus Cruris zählt zu den häufigsten chronischen Wunden in Deutschland. Betroffen sind vor allem ältere Menschen sowie Personen mit Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Diabetes. Ohne konsequente Behandlung kann die Wunde über Monate oder Jahre bestehen bleiben und sich vergrößern.
Ursachen: Warum entsteht ein offenes Bein?
Ein Ulcus Cruris ist keine eigenständige Krankheit, sondern das Symptom einer Grunderkrankung. Die drei häufigsten Formen:
Ulcus Cruris venosum (venös bedingt)
Die häufigste Form. Eine Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz) verhindert den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Der Blutstau schädigt das Gewebe – meist im Bereich des Innenknöchels.
Ulcus Cruris arteriosum (arteriell bedingt)
Verengte Arterien (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK) versorgen das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff. Typisch sind Wunden an Zehen, Ferse oder Fußaußenrand.
Ulcus Cruris mixtum (Mischform)
Venöse und arterielle Ursachen treten gemeinsam auf. Die Behandlung muss beide Komponenten berücksichtigen – die Kompressionstherapie darf hier nur angepasst erfolgen.
Auch Diabetes kann schlecht heilende Wunden am Fuß verursachen → Diabetischer Fuß
Woran erkennen Sie ein Ulcus Cruris?
- Offene, nässende Wunde am Unterschenkel oder Knöchel, die nach 4 bis 8 Wochen nicht abheilt
- Bräunliche oder rötliche Hautverfärbungen rund um die Wunde
- Schwere, geschwollene Beine, besonders abends
- Juckreiz, Spannungsgefühl oder Schmerzen im betroffenen Bereich
- Unangenehmer Geruch oder vermehrte Wundflüssigkeit
So wird ein Ulcus Cruris behandelt
Die Behandlung ruht auf zwei Säulen: der Therapie der Grunderkrankung durch Ihren Arzt und der fachgerechten lokalen Wundversorgung.
1. Ursache behandeln
Ihr Arzt diagnostiziert die Grunderkrankung – etwa per Ultraschall der Gefäße – und leitet die Therapie ein.
2. Kompressionstherapie
Bei venösen Ulcera ist die Kompression der wichtigste Baustein. Fachgerecht angelegte Kompressionsverbände oder -strümpfe unterstützen den Blutrückfluss und schaffen die Grundlage für die Heilung. Unsere Wundexperten beherrschen die korrekten Wickeltechniken und passen die Kompression an Ihre Situation an.
3. Moderne feuchte Wundversorgung
Chronische Wunden heilen nachweislich besser in einem feuchten Wundmilieu. Wir wählen die passende Wundauflage für jede Heilungsphase, reinigen die Wunde fachgerecht und dokumentieren den Verlauf für Ihren Arzt.
4. Regelmäßige Verbandswechsel und Verlaufskontrolle
Konstanz entscheidet über den Heilungserfolg. Unsere Wundexperten kommen regelmäßig zu Ihnen und erkennen Komplikationen wie Infektionen frühzeitig.
Unsere Wundexperten beraten Sie kostenlos und unverbindlich.
Jetzt Beratung anfragenSo funktioniert die Versorgung mit Wundex
- Anfrage stellen
Sie füllen unser Formular aus oder rufen uns an. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden (werktags) bei Ihnen.
- Verordnung klären
Die Wundversorgung erfolgt auf ärztliche Verordnung. Wir unterstützen Sie bei der Abstimmung mit Ihrem Haus- oder Facharzt.
- Erstbesuch und Wundanamnese
Ein Wundexperte begutachtet die Wunde bei Ihnen zu Hause und erstellt einen Versorgungsplan.
- Regelmäßige Versorgung
Verbandswechsel, Kompressionstherapie und Dokumentation – abgestimmt mit Arzt und Pflegedienst.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Liegt eine ärztliche Verordnung für die häusliche Krankenpflege vor, rechnen wir die Wundversorgung direkt mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ab. Wundex ist ein zugelassener Leistungserbringer – für Sie entstehen keine Kosten (ggf. gesetzliche Zuzahlungen). Für Sie entsteht kein organisatorischer Aufwand – wir kümmern uns um die Abwicklung.