Was ist eine Wundheilungsstörung?
Die meisten Operationswunden heilen ohne Komplikationen. Kommt es aber zu einer Störung, ist schnelles und konsequentes Handeln wichtig: Aus einer gestörten Wundheilung kann sich ohne richtige Versorgung eine chronische Wunde entwickeln.
Ursachen: Warum heilt eine OP-Wunde nicht?
Wundinfektion
Bakterien in der Wunde sind die häufigste Ursache. Anzeichen sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerzen, eitriges Sekret oder Fieber.
Nahtdehiszenz (Aufgehen der Wundränder)
Die Wundränder weichen auseinander – etwa durch Spannung auf der Naht, Infektion oder mechanische Belastung. Die Wunde muss dann oft offen weiterbehandelt werden und von innen heraus heilen (sekundäre Wundheilung).
Serome und Hämatome
Ansammlungen von Wundflüssigkeit oder Blut unter der Naht behindern die Heilung und bieten Nährboden für Infektionen.
Begünstigende Faktoren
Diabetes, Durchblutungsstörungen, Rauchen, Übergewicht, Mangelernährung, ein geschwächtes Immunsystem und bestimmte Medikamente (z. B. Kortison) verlangsamen die Wundheilung zusätzlich.
Bei Diabetes verdienen OP-Wunden besondere Aufmerksamkeit → Diabetischer Fuß
Warnzeichen nach einer Operation
Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken:
- Zunehmende Rötung, Schwellung oder Überwärmung im Wundbereich
- Stärker werdende Schmerzen statt Besserung
- Eitriges, trübes oder übelriechendes Wundsekret
- Auseinanderweichende Wundränder oder sichtbare Öffnung der Naht
- Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl
- Eine Wunde, die auch Wochen nach der OP noch nässt oder offen ist
So wird eine Wundheilungsstörung behandelt
1. Ärztliche Abklärung
Ihr Chirurg oder Hausarzt beurteilt die Wunde und legt die Behandlung fest – etwa Wundrevision, Drainage oder antibiotische Therapie bei Infektionen.
2. Sekundäre Wundheilung fachgerecht begleiten
Muss die Wunde offen abheilen, kommt es auf die richtige Wundversorgung an: phasengerechte Wundauflagen, fachgerechte Reinigung und ein feuchtes Wundmilieu, das die Neubildung von Gewebe unterstützt.
3. Individuelle Therapievorschläge
Jede Wunde ist anders. Unsere Wundexperten beurteilen den Wundzustand bei jedem Besuch neu, passen die Versorgung an und schlagen Ihrem Arzt bei Bedarf Anpassungen der Therapie vor – dokumentiert und nachvollziehbar.
4. Verlaufskontrolle bis zum Wundverschluss
Wir begleiten die Wunde bis zur vollständigen Abheilung – mit regelmäßigen Verbandswechseln, Fotodokumentation und direkter Kommunikation mit Klinik und Hausarzt.
Lassen Sie die Wunde von einem Wundexperten beurteilen – kostenlos und unverbindlich.
Jetzt Beratung anfragenSo funktioniert die Versorgung mit Wundex
- Anfrage stellen
Gern schon vor der Entlassung aus dem Krankenhaus, auch durch Angehörige oder das Entlassmanagement der Klinik.
- Verordnung klären
Die Verordnung stellt die Klinik bei Entlassung oder Ihr Hausarzt aus. Wir unterstützen bei der Abstimmung.
- Erstbesuch bei Ihnen zu Hause
Wundbeurteilung, Fotodokumentation und Versorgungsplan.
- Versorgung bis zur Abheilung
Regelmäßige Verbandswechsel und lückenlose Dokumentation für Ihre Ärzte.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Mit einer ärztlichen Verordnung für die häusliche Krankenpflege rechnen wir die Wundversorgung direkt mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ab. Wundex ist ein zugelassener Leistungserbringer – für Sie entstehen keine Kosten (ggf. gesetzliche Zuzahlungen). Die Verordnung kann direkt bei der Krankenhausentlassung oder von Ihrem Hausarzt ausgestellt werden.